Jugend forsch: Jugendvereinsmeister der SG Trier ganz vorne mit dabei!

42 Teilnehmer, gelungenes Ambiente: Das Hauptturnier der 39. Rheinlandmeisterschaften war ein Erfolg. Besonders erfreulich ist, dass auch zahlreiche junge Teilnehmer den Weg gefunden hatten und sich in den Osterferien dem schachlichen Wettkampf stellten. Und einem der "jungen Wilden" gelang das ganz herausragend: Elias Roos kam bestens aus den Startlöchern, der Jugendvereinsmeister der SG Trier führte die Tabelle zur "Halbzeit" nach der dritten Runde an, musste sich aber dann Andreas Kessler von Reil-Kinheim geschlagen geben. Letzterer hat sich damit in der zweiten, dritten und vierten Runde bereits Skalps des Heimvereins gesichert - in der zweiten Runde setzte er sich gegen den aktuellen Vereinsmeister Vasilii Arbin durch, eine Runde später war dann auch für Christian Harneit-Sequeira die Hürde zu hoch. Ein besonderes Lob hat sich einer der jüngsten Teilnehmer des Turniers verdient, Maximilian Felten (DWZ 1242) legt nach seinem zweiten Platz bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft der U10 noch eine Schippe drauf. Gegen Wolfgang Fink (DWZ 1614), Holger Berresheim (ELO 1632) und Holger Michels (DWZ 1810) und Ralf Ehlen (DWZ 1575) gelangen dem Jungspund nach sehr sauberen Partien jeweils Punkteteilungen, sehr schade, dass er in den folgenden Runden unglücklich die Hand reichen musste. Mit seinem Sieg in der letzten Runde fand das Turnier aber noch einen versöhnlichen Abschluss.
Vor dem letzten Spieltag war das Feld an der Spitze extrem eng beieinander, "ahead of the pack" war Andreas Kessler, der nach 4 Siegen und zwei Remisen bei 5 Punkten stand, dahinter folgten allerdings vier Spieler mit 4.5 Punkten und 6 Spieler mit 4 Punkten. Wer den längsten Atem hatte, zeigte sich erst am letzten Tag!

Das Podium zum Greifen nah

Nach der ersten „Remiswelle“ kämpften die Spielerinnen und Spieler in der letzten Runde dann mit aller Entschlossenheit um den letzten noch zu vergebenden Punkt, der in der Endtabelle noch einen gewichtigen Unterschied machen konnte. Vor allem an den vorderen Brettern gingen die Protagonisten mit Volldampf zu Werke, die Top 10 konnten und sollten noch kräftig durcheinander gewürfelt werden.
Es war angerichtet, das Drama konnte beginnen: Nach einem schnellen Weißsieg gerieten die Topplatzierten allesamt in Zugzwang – mit 5 Punkten hatte sich Holger Michels an die Spitze der Zwischenübersicht geschoben. Während an Brett 1 und 3 noch fast sämtliche Figuren im Spiel waren, hatte Alexander Eske seinen Gegner Benedikt Scholtes in ein unangenehmes Leichtfigurenendspiel gezwungen. An Brett vier waren Peter Schäfer und Manfred Derlich in einem Doppelturmendspiel mit schwarzem Vorteil gelandet. Doch ein Blackout seines Gegners brachte Andreas Kessler den Turniersieg: Dame schlägt Turm - Aufgabe, die „Familiengabel“ lässt grüßen. Es ging Schlag auf Schlag weiter, Elias Roos hatte für 10 Züge im Schwerfigurenendspiel nur noch 2 Minuten Restbedenkzeit vor der Zeitkontrolle, doch sein Gegner verlor die Übersicht und verrechnete sich. Elias Roos gewinnt gegen Gereon Lex und revanchiert sich damit für die Niederlage bei der Vereinsmeisterschaft der SG Trier. Am vierten Brett konnte Manfred Derlich seine zwei Mehrbauern zum vollen Punktgewinn nutzen, an Brett 2 konnten sich beide Spieler mit einem Punktgewinn noch berechtigte Hoffnungen auf das Podium machen. Doch man landete in einem Bauernendspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Erfahrung mit diesem Endspiel hat wohl jeder Schachspieler schon einmal gemacht: Die Punkteteilung war der logische Schluss.
Für die Endplatzierung bedeutet das: Platz 1 geht an Andreas Kessler von Reil-Kinheim, der sich ohne Niederlage verdient Sieger des Hauptturniers nennen darf. Platz 2 sicherte sich mit seinem Sieg in der letzten Runde Elias Roos vom Heimverein, Platz 3 ging dank der besseren Buchholzwertung an Benedikt Scholtes, punktgleich mit drei anderen Spielern.